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03.02.2016 13:57

Das Wattenmeer als Archiv der Landschaftsentwicklung, Klimaänderung und Besiedlungsgeschichte:

Erforschung - Analyse - Archäoprognose

 

 

 

 

 

„Nordwestdeutsches Konsortium rekonstruiert Meeresspiegelanstieg und Landverlust der vergangenen 10.000 Jahre an der ostfriesischen Küste: Das MWK und die VolkswagenStiftung fördern Forschungen des NIhK und seinen Partnern im Watt mit rund 1.8 Mio EUR in den nächsten vier Jahren.
In Folge der Temperaturerhöhung am Ende der letzten Kaltzeit schmolzen die auf Nordeuropa liegenden Gletscher ab und ein schneller Anstieg des Meeresspiegels führte zur Überflutung gewaltiger Landmassen im Bereich des heutigen Nordseebeckens. Der Lebensraum für Mensch und Tier wurde zum Meeresboden oder zum Wattenmeer, in deren Sedimente die Spuren des „ertrunkenen" Lebens über hunderte und tausende von Jahren erhalten geblieben sein können.
Hier setzt das Projekt WASA - Wadden Sea Archive - an. Unter Einsatz eines breiten Methodenkanons aus den Geo- und Biowissenschaften sowie der Archäologie soll untersucht werden, wann die Gebiete des heutigen ostfriesischen Wattenmeeres überflutet wurden und welche Überlebensstrategien die von dieser Entwicklung betroffenen Menschen entwickelt haben. Die im Rahmen des Projektes gewonnenen Daten werden es ermöglichen, Szenarien über das prähistorische Leben im von Ebbe und Flut geprägten Raum und die Dynamik von Meeresspiegelanstieg und Küstenver- änderungen in den Jahrtausenden vor dem Deichbau zu entwickeln." (F. Bittmann)

 

 

 

 


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