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Im feuchten Boden der Marschen an der Nordseeküste erhalten sich Gegenstände aus organischen Materialien hervorragend. Bei den Ausgrabungen der Siedlungen hier werden sie daher in großer Zahl gefunden. Das gilt auch für die Feddersen Wierde an der Wesermündung, die im 1. Jh. v. Chr. als Flachsiedlung gegründet worden ist und dann vom 1. Jh. n. Chr. an mit einer Unterbrechung im späten 5. und im 6. Jh. n. Chr. bis in das ausgehende Mittelalter als Wurtensiedlung bestanden hat. |
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Von der Feddersen Wierde stammen rund 1300 Knochen- und Geweihgeräte, die im Rahmen eines vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) geförderten Projekts ausgewertet worden sind. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden von der Bearbeiterin K. Struckmeyer als Dissertation an der Universität Hamburg vorgelegt. Die Leitung des Projektes lag in den Händen von H. Jöns und W. H. Zimmermann; es fand in enger Kooperation mit der Universität Leiden (NL) sowie mit dem Historischen Archäologischen Versuchszentrum Lejre (DK) statt. Die Auswertung des Fundmaterials macht deutlich, dass die Rohmaterialien sorgfältig und gezielt ausgesucht worden sind. Der Großteil der Geräte wurde in häuslicher Eigenarbeit angefertigt, ein speziell auf die Herstellung von Knochen- und Geweihgeräten ausgerichtetes Handwerk konnte für die Feddersen Wierde nicht nachgewiesen werden. Um nähere Erkenntnisse zur Funktion der Artefakte zu erhalten, wurden umfangreiche mikroskopische Gebrauchsspurenanalysen mit einem digitalen Mikroskop durchgeführt. |
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Eine Auswahl von Knochen- und Geweihgeräten aus Wurten an der niederländischen Nordseeküste wurde zum Vergleich hinzugezogen. Die Untersuchungen zeigen, dass Knochen- und Geweihgeräte bei ganz unterschiedlichen handwerklichen Tätigkeiten verwendet wurden und wichtige Bestandteile des alltäglichen Lebens in einer Siedlung darstellten. Die Ergebnisse des Projektes wurden im Band 2 der Studien zur Landschafts- und Siedlungsgeschichte im südlichen Nordseegebiet (SLSN) publiziert. |
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Schmid, P., (2006): Die Keramikfunde der Grabung Feddersen Wierde (1. Jh. v. bis 5. Jh. n. Chr.), Probleme der Küstenforschung im südlichen Nordseegebiet 29; Feddersen Wierde 5. Oldenburg.
Struckmeyer, K., (2007): Rekonstruktion eines Knochenspiels anhand archäologischer und volkskundlicher Quellen. In: Archäologie zwischen Befund und Rekonstruktion. Festschrift für Prof. Dr. Renate Rolle. Hamburg, 291-296.
Struckmeyer, K., (2011): The bone tools from the dwelling mound Feddersen Wierde, Germany, and their functions. In: J. Baron u. B. Kufel-Diakowska (Hrsg.), Written in bones. Studies on technological and social contexts of past faunal skeletal remains, 187-195. Wroclaw.
Struckmeyer, K., (2011): Die Knochen- und Geweihgeräte der Feddersen Wierde. Gebrauchsspurenanalysen an Geräten von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter und ethnoarchäologische Vergleiche. Feddersen Wierde 7. Studien zur Landschafts- und Siedlungsgeschichte im südlichen Nordseegebiet 2. Rahden/Westf.
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75 Jahre NIhK in Wilhelmshaven
Tag der offenen Tür
am Sonntag, 9. Juni, 11-17 Uhr
Senioren-Akademie Wilhelmshaven 2013/2014
Settlement and Coastal Research in the Southern North Sea Region:
vol. 36 released
Proceedings of the Marschenrat Colloquium 2011:
Current Archaeological Research on the Southern Coast of the North Sea: Methods - Strategies - Projects
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Siedlungs- und Küstenforschung im südlichen Nordseegebiet:
Band 36 erschienen
Bericht über das Marschenratskolloquium 2011:
Aktuelle Forschungen im Küstenraum der südlichen Nordsee: Methoden - Strategien - Projekte
Studien zur Landschafts- und Siedlungsgeschichte im südlichen Nordseegebiet:
Band 3 erschienen
Lutz Volmer und W. Haio Zimmermann (Hrsg.):
Glossar zum prähistorischen und historischen Holzbau
Nachrichten des Marschenrates: Band 48/2011 erschienen